Hoffnung
Andreas, 1. März 2009
Willst du mir noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
so will ich des Vergangenen gedenken
und dann gehört dir mein Leben ganz.(Nach dem Gedicht
»Von guten Mächten« von Dietrich Bonhoeffer
Niemand soll sagen, das Leben gehe weiter, denn im November 2006 wurde alles Leben und alle Hoffnung unwiederbringlich zerstört. Und doch wächst da etwas Neues. Kein Leben, das weitergeht, aber ein Leben, das völlig neu beginnt und mich mit großer Hoffnung und Liebe erfüllt. Nur, wie kann ich für das Neue dankbar sein, wenn es doch aus dem Zerstörten hervorgegangen ist?
Gott, für vieles kann und will ich dir nicht danken. Aber ich will dir danken für das Vergangene, für das Leben und die Liebe. Du bist meine Freiheit, du bist meine Kraft, du schenkst mir den Frieden, du schenkst mir den Mut. Ich danke dir für alle Hoffnung, die nicht erloschen, sondern neu gewachsen ist.
3 Kommentare
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Isabella, 9. Mai 2009
Hallo Andreas,
ich bin so dankbar, dass du das Schöne der Vergangenheit sehen und in deine Zukunft mitnehmen kannst, anstatt verbittert im Früher zu leben. Was für ein Segen, dass du das Leben wieder leben kannst.
Ich denk an dich.
Anne, 11. Juni 2009
Hallo Andreas,
ich habe heute – durch Dich angeregt, das zweite Mal den Film »Wie im Himmel« gesehen. Er ist wunderschön und doch lässt er einen auch mit Fragen zurück. Im Grunde, so denke ich – ist er angekommen. Als er starb war er friedlich und gelöst – seine Musik hörend, die er gefunden hatte. Er war am Ende seiner Suche, am Ende der Angst und Unsicherheit.
Aber was wird mit Lene? Warum fand man ihn nicht, um ihn zu retten? Was wird mit den Anderen? Wird ihr glücklicher Auftritt nicht extrem beendet und werden in der Erinnerung nicht immer Freude und Leid verknüpft bleiben? Der Film ist mitten aus den Möglichkeiten des Lebens. Ich habe keine Antworten. Ich finde den Film wunderbar und unglaublich traurig.
Gestern war ich in Deiner Nähe und heute fühle ich mich dem Geschehen nah. Wir erkennen immer nur kurze Stücke des Lebens. Vieles wird sich uns nie ganz erschließen. Aber es ist wichtig, das Leben anzunehmen. Mit dem Leid und dem Glück und dem neuen Tag, der aus dunkler Nacht erwacht.
Ich wünsche Dir und Petra alles erdenklich Gute. Viele gute Jahre und erfüllbare Zeit für die Gemeinsamkeit.
Viele Grüße
Anne
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