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Andreas und Michaela – Wir trauen uns gemeinsam auf den Weg

Tod

Andreas, 21. November 2006

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Heute Morgen ist Michaela bei einem Autounfall unverschuldet aus dem Leben gerissen worden. Für uns endet unser gemeinsamer Weg auf eine so schreckliche Art, die ich nicht fassen kann. Unsere Welt, unsere Lebensfreude, unsere Zukunft, alles hat heute sein Ende gefunden.

Ich liebe Dich, meine herzallerliebste »Michmaela«.

Bild: Todesanzeige

Hier gibt es die Liturgie von Michaelas Beerdigung zum Nachlesen… [PDF, 83 KB]

Herr, mein Gott.

Ich danke dir für das gemeinsame Leben mit Michaela.
Ich danke dir, dass du ihren Leib und ihre Seele zur Ruhe hast kommen lassen.
Deine Hand war über Michaela und hat sie behütet und bewahrt.

Vergib allen Kleinglauben und alles Unrecht
und hilf, dass ich gerne vergebe.

Lass Michaela in Frieden unter deinem Schutz schlafen
und bewahre sie und mich vor den Anfechtungen der Finsternis.

Ich befehle dir Michaelas Leben und ihren Tod.
Ich befehle dir mein Leben.

Gott, dein heiliger Name sei gelobt!
Amen.

(Nach einem Abendgebet von Dietrich Bonhoeffer)

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Schwarze Schafe und goldene Ente

Andreas, 10. November 2006

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Foto: Squaredance bei den Black Sheep Foto: Squaredance bei den Black Sheep Foto: Squaredance bei den Black Sheep

Heute Abend besuchen wir endlich mal unsere Freunde in ihrem eigenen Squaredance-Club »Black Sheep« in Gengenbach. Rebecca callt wirklich klasse und es macht großen Spaß im Quadrat zu tanzen.

Die anschließende Afterparty findet im neuen China-Restaurant »Goldene Ente« in Gengenbach statt. Aus einer riesigen Auswahl an chinesischen Spezialitäten wähle ich eine Kombination mit süß-saurer Ente und Curry-Huhn. Es schmeckt köstlich! Gegen Ende singt uns der Chef sogar noch mit seiner großartigen Tenorstimme ein chinesisches Lied vor. Sehr empfehlenswert!

Hochzeitsnacharbeiten

Andreas, 5. November 2006

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Foto: Markus beim Umhängen unserer Lampe

Nach mehr als vier Jahren Vorbereitungszeit hängt unsere Esstischlampe nun tatsächlich direkt über dem Esstisch. Wenn wir uns selbst darum gekümmert hätten, wären sicher noch weitere Jahre der Vorbereitung nötig gewesen. Doch bei einem Hochzeitsspiel haben wir Markus »gewonnen«, der uns bei »Hochzeitsnacharbeiten« helfen darf. Markus kommt am Freitag, hängt uns am Samstag mal eben die Esstischlampe um, gipst auch gleich noch ein paar schon länger bestehende Bohrlöcher zu, und bis Sonntag Abend verbringen wir zusammen mit ihm ein schönes Wochenende bei uns zu Hause. Herzlichen Dank dafür!

Übrigens: Die eigentliche Hochzeitsnacharbeit wäre ja das Aufhängen der Hängematte gewesen, die uns Michaelas Physiker geschenkt haben. Aber nachdem Michaela und ich die Anschaffung des dazu passenden Aufhängesets verbummbeutelt haben, ist nun hier noch eine gewisse Vorbereitungszeit erforderlich. Vielleicht schaffen wir das ja dann in weniger als vier Jahren…

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Hochzeitskollekte angekommen

Andreas, 2. November 2006

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Unsere Hochzeitskollekte ist bei World Vision angekommen. Heute schreibt uns Mr. Harrison Ndung’u aus Nairobi, Kenia:

Dear Mrs. Bächle and Mr. Harder,

Thank you very much for your generous gift of US$ 448,38 to Lambwe Project. Your gift has been sent to the Project with instructions that it be used as a special gift for the Project to buy sewing machines as you directed. When this has been done, the Project Manager will write and tell you how you have helped. Thank you for demonstrating God’s love to Lambwe Project in such a warm and tangible way. The gift is very much appreciated.

Yours sincerly,
Mr. Harrison Ndung’u

Dass von der Kollekte vielleicht Nähmaschinen gekauft werden, war natürlich unsere Idee, die ich damals in einer Anfrage per Mail an die Patenbetreuung von World Vision Deutschland geäußert hatte, als ich wissen wollte, ob eine solche Spende im Rahmen einer Hochzeitskollekte möglich wäre. Dass dieser Wunsch nun so gewissenhaft verfolgt wird, freut uns wirklich sehr.

World Vision »Schenken und Helfen«: Externer Link www.worldvision.de

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Wandertag mit Hindernissen

Michaela, 15. Oktober 2006

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Bild: Füße

In der zweiten Woche meines Hauptpraktikums ist erst mal Betriebsausflug. Das ganze Institut wandert. Das ganze Institut? Nein, aber immerhin um die hundert wanderfreudige Leute. Und wie sie wandern! Ich dachte eigentlich, dass ich auch einigermaßen gut im Wandern bin, aber ich kann kaum mithalten. Auf dem Hinweg geht es nur steil bergauf. Zumindest gefühlsmäßig. Nach kurzer Zeit wird mir klar, warum die anderen dreihundert, nicht so wanderfreudigen Leute lieber gleich zu Hause geblieben sind. Nochmal kurze Zeit später lösen sich die Sohlen von meinen Wanderschuhen. Alles Kleben mit Heftpflaster und Umwickeln mit selbstgeflochtenen Grashalmen hilft nichts: Ich bin ohne Schuhsohlen unterwegs. Zum Glück steht mir Marc zur Seite. Auf dem Rückweg laufen wir direkt nach Kirchzarten, um dort den nächsten Zug zu erwischen. Ohne Schuhsohlen – und auf dem Rückweg natürlich jetzt steil bergab – dauert aber alles etwas länger und so verpassen wir den nächsten und auch den übernächsten Zug.

Nachdem sich Andreas vor kurzem (auf mein Drängen) neue bzw. überhaupt mal Wanderschuhe gekauft hat, werde ich mich jetzt wohl auch nach neuen Schuhen umsehen müssen. Zu welcher Gruppe ich beim nächsten Wanderausflug gehöre, wird sich noch herausstellen.